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Massivbau

Massivbauten bestehen aus schweren Massenbaustoffen, bei denen die Bauteile zugleich strukturierende und funktionale Aufgaben wie die Wärmeisolation und den Schutz vor Umwelteinflüssen oder Feuchtigkeit erfüllen. Im Gegensatz zu ihrem häufig starren und stabilen Erscheinungsbild hat diese Bauweise den Nachteil, dass v.a. bei größeren Gebäuden durch das auf ihnen lastende Gewicht sehr schnell Risse im Mauerwerk auftreten können. Besonders bei Monumentalbauten findet sich deshalb üblicherweise ein in seinen Grundzügen schon im antiken Rom entwickeltes System innerer Entlastungs- und Stabilisierungen mit Hilfe von Streben und Entlastungsbögen, die das Gewicht von oben nach unten besser verteilen und somit die Strukturen entlasten. Häufig findet sich eine Mischbauweise, bei der tragende und nicht-tragende Bauteile sich abwechseln. Ein besonders gutes Beispiel hierfür ist die gotische Architektur, bei der sich monumentale Größe und filigrane Gewölbe vermischen. Seit dem 19. Jahrhundert wird die Massivbauweise in der Architektur zunehmend auf das minimal nötige Ausmaß begrenzt und auch repräsentative Gebäude verlieren, beeinflusst von kulturellen und humanistischen Veränderungen, ihren Eindruck von Schwere und Gewicht. Eine Gegenbewegung hierzu findet sich z.T. in sowjetischer Architektur zu Propagandazwecken, sowie in einigen wenigen Ausprägungen postmoderner Architekturbewegungen.

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