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Liebhaberei

Ob eine Immobilie als Liebhaberei oder Liebhaberobjekt eingestuft wird, ist vor allem auch unter steuerlichen Aspekten interessant. Das Finanzamt stuft den Erwerb einer Immobilie meist dann als Liebhaberei ein, wenn es hinter Kauf und Nutzung der selben auf absehbare Zeit keine Gewinnabsicht erkennt. Der für die Einschätzung betrachtete Zeitraum erstreckt sich in Deutschland meist über 20 Jahre, bzw. bei Neubauten und vor kurzem sanierten Immobilien auf bis zu 23 Jahre. Wird ein Objekt als Liebhaberei eingestuft bedeutet dies, dass Kosten und Verluste (z.B. durch Verpachtung oder Vermietung), die mit diesem im Zusammenhang stehen, grundsätzlich nicht steuerlich absetzbar sind. Liebhaberei liegt oft vor bei Immobilien, deren potenzieller Käuferkreis von Beginn an etwa aufgrund von Lage oder Struktur eines Gebäudes sehr eingeschränkt ist, kann aber auch angenommen werden, wenn etwa bei Vermietung die eingeforderte Miete deutlich unter den Richtwerten des Marktes liegt und somit von den Finanzbehörden eine „fehlende Einkommenserzielungsabsicht“ erkannt wird. Ebenfalls geprüft werden Personen, die eine Immobilie kurz nach Erwerb oder Fertigstellung wieder veräußern möchten, besonders wenn dies mit Verlust geschieht. Wenn das Finanzamt Liebhaberei feststellt, so kann diesem Urteil mit einer „positiven Überschussprognose“ begegnet werden, die meist einen Zeitraum von ca. 30 Jahren betrifft, also etwas mehr als den Finanzamt betrachteten Zeitraum. Abgesehen davon hat die geringe Bedeutung von Liebhaberobjekten auf dem Immobilienmarkt zur Folge, dass diese bei der Festlegung von allgemeinen Richtwerten nicht berücksichtigt werden.

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