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Instandhaltungsrücklage

Die Instandhaltungsrücklage und deren Höhe ist bei Eigentümern eines selbst bewohnten Einfamilienhauses eine Frage der eigenen Vernunft und Entscheidung. In Wohnungseigentümergemeinschaften ist sie jedoch immer wieder ein Streitpunkt. Die von allen Eigentümern zu erbringenden Beiträge sollen eine Rücklage für künftig anstehende Reparaturen, Instandsetzungen, und gegebenenfalls auch Modernisierungen bilden. Allerdings gibt es keine gesetzliche Verpflichtung zur Ansparung einer Instandhaltungsrücklage – vielmehr sind die Modalitäten den Wohnungseigentümern selbst überlassen. Eine Erhöhung der Rücklage (und somit der regelmäßigen Zahlungen bzw. Beiträge) kann von den Eigentümern mehrheitlich abgelehnt werden. Demgegenüber hat jeder Wohnungseigentümer das Anrecht auf eine realitätsnahe Verwaltung, die sogar gerichtlich eingeklagt werden kann. Bei der gerichtlichen Entscheidung zur Angemessenheit einer Instandhaltungsrücklage spielen Kriterien wie das Alter der Eigentumsanlage, der Zustand des Objekts, seine Reparaturanfälligkeit u. a. eine Rolle. Zur Konkretisierung der Angemessenheit einer bestimmten Höhe der Instandhaltungsrücklage kann auch ein Bausachverständiger eingeschaltet werden, dessen Honorar allerdings von der WEG zu tragen wäre. Für ältere Anlagen eignet sich die Petersschen Formel, um die angemessene Höhe der Rücklage zu berechnen. Der Bundesfachverband für Immobilienverwalter e. V. hält es für angemessen, bei Neuanlagen eine jährliche Zuweisung von knapp einem Prozent der Kaufpreises ab Fertigstellung als Instandhaltungsrücklage anzusetzen.

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